6 aus 500 – der erste Batch des Start-up Scale Programms

Sechs high-potential Start-ups der Digital Hub Initiative starten in das Start-up Scale Programm des Bundeswirtschaftsministeriums. Ziel des Programms ist, einen Beitrag zu exponentiellem Wachstum der Start-ups zu leisten. Nachdem bisher die individuellen Bedürfnisse der Gründerteams im Interviewprozess erarbeitet und in das Programm integriert wurden, folgt nun die zweite Phase bis Anfang September. Hier finden intensive Trainings und Coachings zur gezielten Förderung der Start-ups statt.

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Das Programm richtet sich an ausgewählte Start-ups und fördert gezielt in vier verschiedenen Themenbereichen: Netzwerk vereinfacht den Zugang zu zentralen Multiplikatoren, Investoren und Partnern. Marktstrategie umfasst Coachings für die Weiterentwicklung von Business Modellen, Go-to-Market- und Internationalisierungsstrategien. Mentoring basiert auf dem Peer-to-Peer Exchange, um neue Wachstumspotenziale der jeweiligen Start-ups zu realisieren. Und nicht zuletzt zielt der Themenbereich Organisation darauf ab, die Start-ups im Aufbau von skalierbaren Organisations- und Teamstrukturen zu befähigen. Die Inhalte und Formate des Programms werden mit Hilfe von Interviews und Workshops individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gründerteams zugeschnitten. 

Der Schwerpunkt des Programms liegt auf einer möglichst individuellen Begleitung über den gesamten Zeitraum. Ausgehend von den spezifischen Situationen der Gründerteams werden Formate entwickelt, die die Start-ups innerhalb verschiedener Themenbereiche bestmöglich stärken. Alle sechs Start-ups stehen an wichtigen Wachstumspunkten ihrer Entwicklung (inflection points). Internationalisierung, die Erschließung neuer Märkte oder die Gewinnung von neuen Investoren für die nächste Finanzierungsrunde für neues Wachstum sind Beispiele für die aktuellen Situationen der Start-ups.

Die Auswahl der teilnehmenden Start-ups ergab sich aus einem zweistufigen Selektionsprozess. Die Hub Manager der zwölf Digital Hubs erhielten einen speziell dafür konzipierten Kriterienleitfaden, anhand dessen sie zwei Start-ups aus ihrem Hub für das Programm nominieren konnten. Hier wurden Aspekte wie die Komplementarität von Gründerteams, Product Feasibility & Viability, Competitive Advantage & Unique-Selling-Point, Team Expertise und Growth Potential berücksichtigt. Daran schließt eine tiefgehende Analyse der Hub Agency mit Schwerpunkten auf Marktpotenzialen, technologischem Fortschritt und nachhaltigen Wachstumspotenzialen in Zukunftsmärkten an. Auf Grundlage dieser Analyse und der vorläufigen Auswahl von Start-ups wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Branchenexperten eine finale Auswahl getroffen. 

 

Das sind die sechs high-potential Start-ups der Digital Hubs:

Das Start-up Nect wurde vom Digital Hub InsurTech in München und dem Digital Hub InsurLab in Köln nominiert undbietet Kunden ein Video-Identitätsverfahren. Mithilfe von künstlicher Intelligenz wurden die zwei Verfahren ‘Selfie Ident & Card Ident’ entwickelt und ermöglichen die digitale Verifizierung der Kundenidentitäten. Die zwei Gründer, Benny Bennet Jürgens und Carlo Ulbrich haben den “Deutschen Exzellenz-Preis ‘19” für ihre Softwarelösung erhalten, konnten zuletzt Maschmeyers ALSTIN Capital als neuen Investoren gewinnen und den Umsatz vervielfachen.

 

QuoIntelligence wurde vom FinTech Hub Frankfurt nominiert understellt individuelle Entscheidungsgrundlagen für Organisationen auf Basis von Forschung und Risikoberichten zu Cybersecurity Bedrohungen. Diese ermöglichen es Unternehmen schnell, gezielt und flexibel auf Bedrohungen zu reagieren und das Unternehmen zu schützen. Marco Riccardi ist Gründer von QuoIntelligence, das zu Beginn des Jahres als eigenständige Unternehmung aus dem Komplex von QuoScient, ausgegründet wurde. 

 

Watttron aus dem Smart Systems Hub Dresden formt Kunststoff für verschiedene Industriebereiche mit einem dafür entwickelten Heizsystem. Für die umweltfreundliche Herstellung von komplexen Kunststoffverpackungen wurde das Unternehmen dieses Jahr mit dem Innovationspreis für Klima & Umwelt ausgezeichnet. Die Gründer Marcus Stein und Michaela Wachtel haben im Mai 2020 eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, in der unter anderem die Beteiligungsgesellschaft von Susanne Klatten beteiligt ist.

 

NautilusLog kommt aus dem Logistics Hub Hamburg und digitalisiert nicht nur das Logbuch, sondern alle Daten rund um das Schiff. Dadurch ermöglichen sie neue Arten der Zusammenarbeit von Bordbesatzung, Bord- und Land-Management sowie allen weiteren Stakeholdern der Schifffahrt auf Basis von Daten. Die vier Gründer Otto, Moritz und Ingo Klemk, sowie Sven Hamer revolutionieren die Schifffahrt und haben dafür bereits eine Förderung des Hamburgers BWVIs erhalten. Sie sind u.a. von Seed-investor TecPier unterstützt. Zusätzlich arbeiten mit der US-Handelskammer und Peter Altmaier zusammen.

 

Das Start-up QoD Technologies aus dem Digital Health & Chemistry Hub Mannheim/Ludwigshafen nominiertund bietet eine digitale Forschungsplattform für die Chemie- und Pharmaindustrie. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und Machine Learning werden Simulationen von chemischen Experimenten erstellt, die die Qualität von Verbindungen chemischer Substanzen vorhersagen. Das SaaS Modell reduziert die Anzahl der physisch durchzuführenden Laborversuche immens, sodass Effizienzpotenziale freiwerden. Die Gründer Dr. Gunter Hermann, Dr. Marchel Quennet und Dr. Vincent Pohl konnten sich mit ihrer SaaS-Lösung für ein Berliner Start-up Stipendium und eine EXIST Business Start-up Förderung qualifizieren.

 

Das Start-up Wandelbots ist die zweite Nominierung des Smart Systems Hub Dresden und ermöglicht, Roboter innerhalb kürzester Zeit zu trainieren und Daten entsprechend auszulesen, ohne dafür selbst coden zu müssen. Mithilfe ihres Teaching Devices, dem sogenannten TracePen und ihrer benutzerfreundlichen App, können Roboter einfach, flexibel und kostengünstig in Prozesse eingebunden werden. Die Gründer Christian Piechnick und Dr. Georg Püschel haben die aktuelle B-Finanzierungsrunde von 30 Millionen Euro mit namhaften Investoren wie Microsofts Investitionsfond M12 und Siemens Investitionsfond Next47 abgeschlossen.