#hubstartups: MotionMiners

Jede Woche beantwortet uns ein_e Gründer_in von einem unserer Startups vier Fragen. Diese Woche: Sascha Kaczmarek, Co-Founder von MotionMiners

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Welchen Rat würdest du anderen Gründern geben?

Gerade technologiegetriebene Start-up würde ich es empfehlen, so früh wie möglich mit den potenziellen Kunden, beispielsweise in Form von Pilotprojekten, zusammenzuarbeiten. Nur so kann man herausfinden, was wirklich die Anforderungen an das Produkt sind. Einer unserer Mentoren sagte damals immer, dass uns die erste Version des Produktes ruhig peinlich sein darf. Meine Devise ist zudem, dass nur der, der ins Wasser geht auch Schwimmen lernen kann.

Was hat dich am meisten überrascht, als du gegründet hast?

Das wirklich alles länger dauert als man denkt. Als junges und dynamisches Team geht man natürlich Dinge häufig sehr euphorisch und mit voller Elan an. Leider bremsen einen die Bürokratie oder lange Entscheidungswege dann doch häufiger wieder aus.

Was wünschst du dir von der Politik/vom Standort Deutschland?

Bürokratieabbau! Viele Prozesse, beginnend von der Gründung, bis hin zur Beantragung von Fördergeldern sind enorm komplex und zeitaufwendig. So fehlt am Ende die Zeit, um die Technologie weiterzuentwickeln und das Start-up aufzubauen. Zudem würde ich mir wünschen, dass das Thema Entrepreneurship bereits in den Schulen stärker forciert wird, um eine Gründerkultur in Deutschland zu etablieren.

Warum hat Deutschland kein führendes Startup-Ökosystem?

Ich denke, dass wir in Deutschland auf einem guten Weg sind. Standorte wie Berlin und München haben bereits ein gutes Ökosystem aufgebaut. Aber auch das Ruhrgebiet ist im Kommen. Das klappt halt nicht von heute auf morgen. Schauen wir einmal ins Silicon Valley so stellen wir fest, dass dort die wirtschaftliche Entwicklung bereits 1951 begonnen und in den 1960er und 1970er Jahre durch die Computertechnik ordentlich Fahrt aufgenommen hat. Zu dieser Zeit lag im Ruhrgebiet der Fokus noch komplett auf den Bergbau und die Stahlindustrie. Ich bin also sehr gespannt wo das Ruhrgebiet eventuell in 60-70 Jahren stehen wird, denn genauso lange hat das Silicon Valley gebraucht, um der Start-up Hotspot zu sein, der er heute ist.