Hypermotion 2018: Ein Blick in die Zukunft der Mobilität und Logistik

Dynamik wurde auf der Hypermotion 2018 in jeglicher Hinsicht groß geschrieben. Die Messe hat gezeigt, wie ein solches Veranstaltungsformat gestaltet werden muss, damit ein produktives Ökosystem für alle Beteiligten entstehen kann.

 

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Eine Messe kann soviel mehr sein als nur eine Ansammlung von Menschen, die sich behäbig von Stand zu Stand schiebt. Das hat zumindest die Hypermotion 2018 bewiesen. Mehr als 2.500 Teilnehmer_innen aus 20 Ländern hatten sich um den 20. November für drei Tage in Frankfurt zusammengefunden, um gemeinsam in die Zukunft von Logistik, Mobilität und Infrastruktur zu blicken. Und auch wir waren vor Ort.

Henning Richarz und Dr. Bernhard Kalkbrenner stellten in ihrem Vortrag "Handwerkszeug für Gründer - Einblicke aus dem Digital Hub Mobility" zunächst die Arbeit der Digital Hub Initiative und dem Mobility Hub München und UnternehmerTUM dar. "Handwerkszeug" gab es anschließend von zwei Startups aus dem Hub, die ihre ganz eigenen Erfahrungen zu den großen Herausforderungen des Gründens teilten. Bei den Gründern handelt es sich um Adam Probst von MAIoT, einem Startup, das durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Unterbindung von Pannen bei Nutzfahrzeugen sorgt, sowie Marc Hartmann, der mit seinem Unternehmen INTEFRA durch das Generieren echtzeitnaher Informationen über Baustellen mehr Sicherheit im Straßenverkehr schafft.

"Behalte Deinen unternehmerischen Mut und nutze Deine versteckten Chancen. Am Ende wird es schon klappen. Wenn nicht, hast Du viel gelernt und fällst weich für die nächste Runde!"    

Adam Probst, Co-Founder und CEO von MAIoT

Zu den Highlights der Veranstaltung zählten ohne Frage die Startup Pitches, bei denen insgesamt 14 junge Unternehmen ihre Ideen präsentierten und sich dann den Fragen einer Jury stellten. Bewertet wurden die Startups von den drei Expert_innen Karolin Hewelt (Leiterin der Hub Agency), Jana Kugoth (Gründerszene) und Alexander Klitz (UnternehmerTUM) hinsichtlich Innovationskraft, Entwicklungsmöglichkeiten, Nachvollziehbarkeit und Internationalisierung. 

In einem starken Feld innovativer Konzepte setzte sich am Ende das Team von den MotionMiners aus dem Logistics Hub Dortmund an die Spitze. Das Startup schafft Effizienzsteigerung in Unternehmen durch die Analyse manueller Arbeitsprozesse. Dabei wird der auch der Gesundheitsaspekt der Mitarbeiter_innen, wie beispielsweise die Ausübung korrekter Bückbewegungen, berücksichtigt.

Über den zweiten Platz konnte sich das Potsdamer Startup MotionTag freuen, dessen Vision der “Smart Mobility Revolution” in Form einer Software umgesetzt wurde, die in jede ÖPNV-App integriert werden kann. Durch das Erkennen von Mobilitätsmustern lassen sich damit beispielsweise exakte Fahrpreise ermitteln.

Die Logistik-Profis von Synfioo haben mit ihrer Software-Plattform zur genauen Berechnung von Ankunftszeiten im Warentransport, Störfaktoren wie Unwettern oder Streiks den Kampf angesagt und reihten sich damit an dritter Stelle ein. Die Präsentationen der Startups, bei denen sich ein Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Bereich intelligenter Transportsysteme und Logistik verschafften werden konnte, waren nur eines der diversen Formate, die die belebte Atmosphäre der Messe subventionierten.

"Die Hypermotion war für uns ein voller Erfolg, wir fanden die Messe absolut gelungen. Uns wurde noch einmal aufgezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben viele neue Kontakte geknüpft, interessante Gespräche geführt und einige potentielle Kunden kennengelernt."

Marc Hartmann, CSO von INTEFRA

Doch auch Workshops oder Speed-Networking funktionieren nur dann, wenn sich aktiv eingebracht wird, denn ein solches Event lebt immer auch von seinen Besucher_innen. Die Hypermotion 2018 bot dazu die richtige Plattform mit der notwendigen Infrastruktur. Daher können wir abschließend sagen: An diesen Tagen wurde nicht nur in die Zukunft von Logistik und intelligenten Transportsystemen geblickt, sondern sie auch ein Stück weit mitgestaltet.