Wie der Digital Logistics Award die Startup-Szene in der Logistik beflügelt

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, wie hoch der Stellenwert von Innovationen in der Logistik inzwischen ist, dann hat ihn der Digital Hub Logistics Dortmund mit dem Digital Logistics Award erbracht. Die Anzahl der Bewerbungen überstieg bei der ersten Auflage des Preises für Startups aus der Logistikbranche vor drei Jahren sogar alle Erwartungen. Der Award gilt damit inzwischen ein Stück weit als Gradmesser für die Zukunfts- und Wandlungsfähigkeit, ja, die Innovationskraft der Branche.

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Nicht nur Startups, sondern auch Start-ins – eine Wortschöpfung des Digital Hubs, mit der hier Digital-Teams in klassischen Unternehmen bezeichnet werden – und Ideengeber aus der Logistik sind in diesem Jahr wieder dazu aufgerufen, sich mit ihren kreativen Businesslösungen und Geschäftsideen für digitale Arbeitsumgebungen in der Logistik um den Award zu bewerben.

Wer seinen Hut in den Ring wirft, sollte dies nicht nur wegen des (für einen Gründerpreis übrigens erstaunlich hohen) Preisgeldes von insgesamt 26.000 Euro tun. Denn die Erfahrungen aus den vergangenen beiden Jahren zeigen, dass ein wesentlicher Mehrwert der Teilnahme das Netzwerk ist, in das die jungen Unternehmen integriert werden.

„Am Standort Dortmund bieten wir mit den beiden Fraunhofer-Instituten für Materialfluss und Logistik IML sowie für Software- und Systemtechnik ISST, der Technischen Universität Dortmund und den vielen Initiativen, die daraus erwachsen sind, ein einzigartiges Innovationsökosystem für die Logistik“, sagt Maria Beck vom Digital Hub Logistics.

Der Zugang zu einem Forschernetzwerk, zu Versuchshallen und Testbeds und, last but not least, zu Industriepartnern, ist dabei ein Pfund, mit dem der Digital Hub Logistics und damit auch der von ihm ausgelobte Award wuchern kann. Von dem innovativen Umfeld profitieren tatsächlich alle Teilnehmer – nicht nur die Gewinner, Platzierten oder Finalisten. Denn der Digital Hub betrachtet alle Bewerber um den Award als dem Innovationsökosystem zugehörig, informiert sie auch nach der Preisvergabe über News und Events, platziert sie in seinen Medien und bindet sie in Veranstaltungen ein.

Insbesondere die Nähe zu den Fraunhofer-Instituten hat sich für die Startups in vielerlei Hinsicht positiv entwickelt: Sowohl NautilusLog, die Gewinner des Awards 2018, als auch OPTIMIZ, die im vergangenen Jahr zu den Finalisten gehörten, haben dort inzwischen Projekte abgeschlossen bzw. aufgenommen. Otto Klemke, einer der Gründer von NautilusLog, das sich der Digitalisierung der maritimen Wirtschaft verschrieben und eine digitale Plattform für den kontrollierten Datenaustausch entwickelt hat, lobt denn auch die Möglichkeiten, die die Teilnahme am Award mit sich bringt:

„Die maritime Branche ist ein Markt, der in den vergangenen Jahren keinerlei Berührungen mit Startups hatte. Daher braucht man ein gutes Netzwerk. Vertrauen kann man insbesondere aufbauen, wenn man als junges Unternehmen mit wissenschaftlichen Einrichtungen kooperiert.“

So war und ist  NautilusLog seit seiner Teilnahme am Award in verschiedene Forschungsprojekte des Fraunhofer IML in Dortmund und des Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML in Hamburg eingebunden, das Teil des Fraunhofer IML ist.  Zudem kooperiert NautilusLog im Bereich der Personalplanung auf Schiffen mit einem anderen Startup, einer Ausgründung des Fraunhofer IML. Und last, but not least, wird die Masterarbeit eines NautilusLog-Mitarbeiters vom Fraunhofer CML betreut.

Gleichzeitig integriert der Digital Hub Logistics „seine“ Award-Teilnehmer auch in Veranstaltungen am Wissenschaftsstandort Dortmund und darüber hinaus: Die Roadheroes, Finalisten aus 2018, waren noch im Herbst desselben Jahres zu Gast beim Deutschen Logistik-Kongress in Berlin – und zwar in der gemeinsamen Innovation-Lounge von Digital Hub Logistics, Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik, Digital in NRW – Kompetenz für den Mittelstand und International Data Spaces Association. Dort konnten die Macher der Jobbörse für LKW-Fahrer zahlreiche interessante Kontakte zu möglichen Industriepartnern knüpfen. NautilusLog und die MotionMiners, 2018 die Gewinner des Awards, sind Mitte September dazu eingeladen, auf dem diesjährigen Zukunftskongress Logistik von Fraunhofer IML und EffizienzCluster LogistikRuhr Vorträge zu halten.

Beim Digital Logistics Award sind innovative digitale Logistiklösungen für die Bereiche Produktion, Handel, Automotive, Landwirtschaft und Food, Mobilität oder den Finanzsektor sowie für andere Branchen gefragt. Bewerbungen sind ab sofort möglich. Aus allen Bewerbern wählt eine mit Logistik-Experten prominent besetzte Jury acht Finalisten. Sie haben auf dem Zukunftskongress Logistik in Dortmund die Möglichkeit, ihre Ideen vor mehr als 500 Entscheidungsträgern aus der Logistikbranche zu präsentieren. Die drei Gewinner des Awards erhalten ein attraktives Preisgeld, damit sie ihre Geschäftsidee weiterentwickeln und ihre Produkte auf den Markt bringen können.

Weitere Informationen zur Bewerbung und die FAQs zum Digital Logistics Award finden Interessierte unter www.digitalhublogistics.de/award.