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Agentic AI Hub: Startschuss für die digitale Verwaltung von morgen

„Ein Aufbruch in eine neue Zeitrechnung“ – so beschreibt Bundesdigitalminister Karsten Wildberger den Start des Agentic AI Hubs. Das neue, virtuelle Kraftzentrum des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung bringt zusammen, was für eine moderne Verwaltung zusammengehört: agile Startup-Innovationen und kommunale Anwendungspraxis. 

„Das BMDS hat mit dem Agentic AI Hub eine äußerst pragmatische und schlagkräftige Initiative ins Leben gerufen. Sie ist voll digital, glänzt durch kurze, schnelle Kommunikationswege und hat vor allem eine klare Agenda: Moderne agentische KI-Ansätze schnell und unkompliziert in die Verwaltung zu bringen, ohne wesentliche Aspekte wie Datenschutz und Beschaffung aus den Augen zu verlieren.“ — Dr. Benjamin von Ardenne, lector.ai 

Der Agentic AI Hubs folgt einer klaren Roadmap: Innerhalb einer dreimonatigen Pilotphase setzen neun ausgewählte Startups ihre Technologien in 17 Kommunen direkt in die Praxis um. Die Zusammenarbeit ist dabei spezifisch auf die Bedürfnisse der Verwaltung zugeschnitten. Während Startups wie Celonis in Nürnberg und München die Datenqualität und Entscheidungsgeschwindigkeit bei Einbürgerungen optimieren, konzentrieren sich Lösungen von Summ AI oder Leistungslotse auf das Prozessmanagement und die Vereinfachung komplexer Anträge wie dem Wohngeld. Auch die interne Effizienz steht im Fokus: KI-Agenten von lector.aiTucan Systeme oder Speechmind unterstützen bei der Postfach-Organisation und der automatisierten Protokollierung. 

Stimmen aus dem Reallabor: So erleben die Startups die Pilotphase 

Um ein direktes Bild von der Umsetzung zu erhalten, haben wir die teilnehmenden Startups aus unseren Hubs nach ihren bisherigen Erfahrungen gefragt. 

lector.ai: Der Fokus auf den "Auskunftsassistenten" 

Für lector.ai ist die Geschwindigkeit des Formats ein entscheidender Erfolgsfaktor. Zur aktuellen Pilotphase mit dem Neckar-Odenwald-Kreis erklärt das Team: 

„Der Zeitrahmen zwischen Zuschlag und Start war sportlich – aber genau das hat auf beiden Seiten von Anfang an für Tempo und Fokus gesorgt. Dass der Neckar-Odenwald-Kreis ein eingespielter Partner ist, mit dem wir bereits die KI-gestützte Posteingangsautomatisierung aufgebaut haben, hat den Einstieg zusätzlich erleichtert. Inzwischen stehen die technischen Grundlagen und wir arbeiten aktuell an der enaio-Anbindung für den Auskunftsassistenten.“ - Dr. Max Vossel, lector.ai 

Besonders die langfristige Wirkung steht im Vordergrund: Der KI-Agent soll eigenständig über DMS-Systeme navigieren und Dokumente für die Sachbearbeitung aufbereiten. Dabei betont das Startup: „Der Mensch bleibt dabei immer in der Entscheidung – der Agent übernimmt die zeitintensive Recherche, nicht die fachliche Bewertung.“ 

Myosotis: Effizienz in der Pflegeverwaltung 

Die Myosotis GmbH, die mit mehreren Kommunen und Pflegeheimen zusammenarbeitet, zieht ebenfalls eine positive Zwischenbilanz zum Start und dem Matchmaking-Prozess des BMDS: 

„Den Auswahl- und Matchmaking-Prozess haben wir als sehr zielgerichtet erlebt. Besonders wertvoll war, dass nicht nur auf den Innovationsgrad geschaut wurde, sondern auch darauf, ob ein konkreter Verwaltungsanwendungsfall, passende Partner und eine realistische Umsetzungsbasis vorhanden sind. Das hat geholfen, schnell in eine operative Zusammenarbeit zu kommen. Für uns ist genau das die Stärke des Formats: nicht nur über Innovation zu sprechen, sondern sie unter realen Bedingungen gemeinsam zu erproben.“ - Jasper Böckel, Myosotis 

Vor Ort sieht Myosotis die größten Hebel in der Reduzierung von Medienbrüchen und manuellen Rückfragen, was letztlich allen Beteiligten – von den Antragstellenden bis zu den Sachbearbeitenden – mehr Transparenz und Zeit verschafft. 

Summ.ai: Skalierung über sieben Kommunen 

Summ.ai betreut im Rahmen des Hubs eine beeindruckende Liste an Partnern, darunter Nettetal, Waiblingen, Rostock und den Landkreis Elbe-Elster. Das Team zeigt sich besonders von der politischen Unterstützung und der Struktur beeindruckt: 

„Positiv überrascht hat uns, dass das gesamte Projekt richtig 'hands-on' und pragmatisch gedacht ist. Man merkt, dass der Wille da ist, zu verstehen, was die Zusammenarbeit für Startups oft so schwer macht und wie man diese Prozesse anpassen kann. Dass der Minister und der Parlamentarische Staatssekretär beim Kick-off dabei waren, zeigt zudem, wie wichtig allen Beteiligten die Sichtbarkeit des Themas ist. Die zweiwöchigen Check-ins, die vom Ministerium moderiert werden, sind dabei sehr hilfreich. Mit sieben Kommunen gleichzeitig ist es zwar gar nicht so einfach, alle mitzunehmen, aber alle sind super motiviert und sehen die große Chance in diesem Vorhaben.“ - Flora Geske, summ.ai 

Für Summ.ai ist das Projekt ein essenzieller Schritt, um die Prozesslandschaft der Verwaltung strukturiert zu erfassen. Ohne diese „Hausaufgaben“, so das Startup, könne die Digitalisierung in der Breite nicht funktionieren. 

Fazit und Ausblick 

Diese intensive Phase der Kooperation dient als Reallabor für die Skalierbarkeit von KI in der öffentlichen Hand. Wie lector.ai treffend zusammenfasst: „Alle Projektbeteiligten sind hochmotiviert. Die Timeline des Projekts ist sportlich - selbst für Startups -, aber durch den hervorragenden Support des Teams vom Agentic AI Hub werden alle Fäden optimal zusammengehalten.“ 

Den Abschluss bildet eine umfassende Evaluierung Ende Mai, bei der die Projektergebnisse analysiert werden, um den Grundstein für einen dauerhaften, flächendeckenden Einsatz von Agentic AI in deutschen Kommunen zu legen. Das Ziel ist klar: Den Sachbearbeiterinnen und Sachberarbeiter durch intelligente Agenten die Zeit zurückzugeben, die sie für die inhaltliche Bearbeitung komplexer Einzelfälle benötigen. 

Mehr Informationen: https://bmds.bund.de/themen/kuenstliche-intelligenz/agentic-ai-hub

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